Besiedlung

1400 v. Chr. - 1300 v. Chr.

Der Name Bonstetten bzw. Boumstettin erscheint schriftlich erstmals 1122 im Markenbuch des Bistums Konstanz. Aber archäologische Funde und Ausgrabungen bestätigen, dass Bonstetten bereits vor Jahrtausenden, namtenlich am westlichen Hang Richtung Islisberg, bewohnt war.
 

Aus den Entdeckungen lässt sich auf eine Siedlungsstelle aus der jüngeren Mittelbronzezeit (1400 - 1300 vC) schliessen. Hallstattzeitliche Grabhügel aus der Zeit des frühkeltischen Fürstensitzes auf dem Uetliberg (ca. 500 vC) sowie Gebäudeteile aus der Siedlungszeit der Römer vor rund 2000 Jahren gelten als weitere Zeitdokumente. Die Siedlungen lagen am Rande der ausgedehnten Talebene oder an den sie begrenzenden Moränenhügeln. Die Ebene selber, ein verlandeter Gletschersee, war damals ein Torfmoor.

Burgruine (aus Buch ''Knonaueramt'')
Anfangs des 12. Jahrhunderts war die Gegend im Besitz der Freiherren von Bonstetten, einem zu jener Zeit berühmten Geschlecht. Die Stammburg lag am damaligen Ostrand unseren Dorfes. Die 1989 freigelegten Reste der mittelalterlichen Burg lassen vermuten, dass sie im Lauf des 14. Jahrhunderts friedlich verlassen worden ist und der Bevölkerung als Lieferantin von Baumaterial diente. Der heutige Flurname "Hofwies" weist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Burg hin.

1538 gingen die Herrschaftsrechte über Bonstetten an die Stadt Zürich über. Bis 1798 bildete Bonstetten zusammen mit den Nachbargemeinden Wettswil und Stallikon eine Obervogtei. Während der Helvetik gehörte Bonstetten zum Distrikt Mettmenstetten, während der Mediationszeit 1803 - 1815 zum Bezirk Horgen, später zu Knonau. 1837 wurde Affoltern zum Hauptort erklärt und gibt seither dem Bezirk seinen Namen. Unsere Vorfahren hatten kein leichtes Leben. Neben den knappen Landwirtschaftserträgen wurde das Dorf 1629 und 1630 von der Pest, 1635 von der Ruhr und 1783 von einem Brand, der rund einen Drittel der Häuser vernichtete, heimgesucht. Die Kriegsjahre 1798 und 1799 brachten der Gemeinde Einquartierungen und harte Abgaben an die Franzosen. Unter dem Druck der misslichen wirtschaftlichen Verhältnisse verliessen in den Jahren 1803 und 1804 etliche Bonstetter Familien zusammen mit anderen Gesinnungsgenossen ihre Heimstätten, um nach der Krim auszuwandern, wo Zar Alexander I. den Siedlern grosszügige Angebote unterbreitete.

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